So ein Salat!

Wenn mal wieder alles drunter und drüber geht und chaotische Zustände herrschen, wird das heillose Chaos oft mit dem Durcheinander in einer Salatschüssel verglichen. Das trifft dann nicht nur zu, wenn die Salatschüssel zu Boden fällt, und sich die ganze bunte Pracht auf Fußböden, Tischen oder Möbeln und Matratzen ausbreitet, sondern auch für nicht essbare Dinge. So hat jeder, der an einem Computer arbeitet oder mit vielen elektrischen bzw. elektronischen Geräten zu tun hat, schon mal mit einem „Kabelsalat“ zu tun gehabt. Wenigstens sind die Zeiten von Tonband und Videobändern vorbei, wo man nicht selten bei einem „Bändersalat“ wertvolle Bild- und Tonaufzeichnungen verloren hatte. Weitere Formen von Salaten findet man unter anderem auch in der Waschmaschine, wenn sich z. B. eine Strumpfhose beim Waschen und Schleudern um alle anderen Wäschestücke gewickelt hat und man die Wäsche nur in einem ganzen Klumpen aus der Trommel herauswürgen kann. Das wäre dann ein „Waschsalat“ oder „Schleudersalat“. Letzteres sollte man nicht mit der Salatschleuder verwechseln, in der man gewaschene Salatblätter schnell und schonend trocknen kann. Nicht selten entsteht auch ein „Schnursalat“, der von verknoteten und verfilzten Schnürsenkeln bis hin zu verworrenen Schnüren von Rollos, Jalousien oder Plissees reichen kann. Diese kann man mit ein wenig Geduld wieder beheben, was schon schwieriger wird, wenn die Schnüre sehr dünn sind wie z.B. bei Garnen und Zwirnen in Mutters Nähkästchen. Wer hier keine Ordnung hält, wird den „Zwirnsalat“ nur durch eine komplette Entsorgung beheben können.