Heringssalat

Heringssalat gehört bei vielen Familien zum traditionellen Essen zu bestimmten Gelegenheiten mit dazu. Bei den einen steht er am Silvester, bei anderen an Geburtstagen mit auf dem Abendbrottisch. Es gibt noch zahllose andere Anlässe, bei denen zur Bewirtung der Gäste Heringssalat zu den kulinarischen Spezialitäten gehört, besonders, wenn er von Hand zubereitet, aus der eigenen Küche stammt.

Was gehört in den Heringssalat hinein?

Zu den klassischen Zutaten, die in keinem Heringssalat fehlen dürfen, zählen Heringsfilet, Zwiebeln, Gewürzgurken, Lorbeerblatt, Wacholderbeeren, Pfefferkörner, etwas gemahlener Pfeffer und Öl. Inzwischen nimmt Matjes bei der Zubereitung einen festen Platz ein, es gibt aber vielerorts noch die traditionelle Herstellung mit Salzheringsfilets. Je nach Region und Geschmack, Familienrezepten oder Geheimtipps von Gourmets variieren die Zutaten. So lieben manche Menschen roten Heringssalat, bei dem Rote Beete zum Gelingen beitragen. Oftmals ersetzen Crème fraiche, Mayonnaise, saure Sahne sowie Schmand oder Joghurt das Öl. Es gibt den Salat mit oder ohne Kartoffeln, Apfelstückchen und gekochten Eiern. Sogar Fleischwurst findet sich in mancher Zubereitung. Auch verschiedene Kräuter, Walnüsse, Kapern und Essig gehören zur breiten Palette der möglichen Zutaten und Zucker rundet in manchem Heringssalat den Geschmack ab.

Was sollte bei der Zubereitung beachtet werden?

Zunächst sollten die Heringe gewässert werde. Für Salzheringe gilt eine Zeitspanne von 24 Stunden, bei Matjes reicht eine Stunde aus. Heringsfilets oder Matjesfiles kommen nach dem Wässern als klein geschnittene Streifen in die Salatschüssel. Alle anderen Zutaten, wie Zwiebeln, Äpfel, Gewürzgurken, Kartoffeln, Rote Beete, Walnüsse oder Wurst müssen entsprechend klein gewürfelt sein, je nach Rezept. Auch Zwiebelringe lassen sich sehr gut verarbeiten. Für einen schmackhaften Heringssalat sollten die Zutaten mindesten drei Stunden ziehen. Ein perfektes Ergebnis lässt sich erreichen, wenn der Salat über Nacht durchziehen kann. Bei Rezepten mit Essig mildert eine Priese Zucker die Säure und sorgt für vollendeten Geschmack.

Regionale Besonderheiten rund um den Heringssalat

Heringssalat gehört traditionell nach Norddeutschland und seine Heimat erstreckt sich bis hoch in den Norden nach Skandinavien. Kartoffeln und Rote Beete sowie Äpfel gehören hier neben den Gewürzgurken und dem Hering als Zutaten in den Salat. In schwedischen Küchen kommen noch Rindfleisch, Sardellen, Kapern und Senf hinzu, verfeinert mit einer Marinade aus Essig und Öl.
In der Frankfurter Gegend erhält der Heringssalat seinen letzten Schliff durch eine Mischung aus würzigen Kräutern, so aus Kerbel, Schnittlauch und Petersilie, Borretsch, Gartenkresse oder Sauerampfer, je nachdem, was der eigene Garten hergibt. In der Uckermark gibt es ein Rezept, welches nur aus Eiern und Heringsfilet besteht. Häckerle kamen einmal aus Schlesien und erfuhren nach und nach die Verbreitung in ganz Deutschland. Oftmals gehört Speck, speziell Bauchspeck, mit in die Häckerle hinein und zu Pellkartoffeln gegessen, gibt der Salat eine vorzüglich Hauptmalzeit. In Frankreich kommen sogar Meerrettich und Ingwer zur Anwendung. Ob zum Mittag oder beim Abendbrot, bei Feierlichkeiten oder einfach mal zwischendurch, Heringssalat nimmt einen besonderen Platz unter den kulinarischen Spezialitäten und in der rustikalen Küche ein.